Tag 5 & 6: I am back!

"What happens when we brake? "Also ich habe gebrochen und es war NICHT SCHÖN! Gegen 3:30Uhr bemerke ich in meinem Bauch eine beunruhigende Unruhe… Da mein Schlafsack nicht aufzufinden war, musste ich mir erstmal einen von Michael leihen, und es war wirklich der ungünstigste Zeitpunkt zu brechen… Aber wie sollte es anders sein? Ich schlief NATÜRLICH (zum erstem Mal) in der MITTE der Halle und musste erst mal durch viele schlafenden Menschen durchklettern, Schuhe anziehen, ab ins Bad eilen. Über die Schüssel hängen, zurück, Schuhe aus, durch die Masse, meinen Platz suchen und nur finden weil ich Ulis Ständer aus der Ferne sah. Wieder hinlegen. Wegen dem Ständer grinst Ihr jetzt, gell? Uli hat einen Notenständer dabei um seine Kleider zu trocknen, dieser ist dann von weitem zu erspähen und erleichtert mir die Orientierung im dunklen Raum. Jedenfalls tat ich das noch ein weiteres Mal. Beim dritten Mal, blieb ich einfach im Flur vor der Toilette sitzen, ergab mich meinem Schicksal und meinen schwachen Beinen, nur um dann nicht mehr brechen zu müssen. Als ich dann wieder schlafen wollte gingen die Lichter der Halle an und ich wollte leise in mein Schlafsack weinen, wäre es dafür nicht schon zu hell gewesen.

Ich wollte Tag 5 fahren, doch meine Beine nicht.
Mein Kreislauf hatte Kreislauf und Carsten rettete mir mit einer Dosenpesi und Salzstangen ans Bett wohl das Leben.
Ich hatte mir so fest vorgenommen NICHT zu PAUSIEREN das ich es nur schwer ertrug mit dem Van von Usti nad Labem nach Radebeul zu fahren. Ich behauptete ja selbst als ich ins Auto einstieg noch, dass ich DURCHAUS hätte Rad fahren sollen, worauf ich nach dem anschnallen schon vor Erschöpfung einschlief. Als die Augen aufschlug und fragte "wann wir denn in Deutschland sind" waren wir -was ich am lachen der anderen im Van erkannte- bereits komplett am Ziel. Ich hoffte das mein Schlafsack wieder gefunden wird da meine Jacke mit in der Tasche war und der Schüttelfrost mich immer mal wieder aufsuchte. Ich legte mich in den Schatten, und später ins Krankenlager in die Halle. Ich gönnte mir eine Massage (danke Uli) und einige Colas, Zwieback, Salzstangen und Tee. Wieder war er Karlheinz der mich rettetet und ein Schlafplatz im Camper anbot. Zu guter letzt fand der Schlafsack seinen Weg zu mir. ER WURDE GEHOLT. Extra für mich, 300km. Ich habe am Vortag schon erwähnt das der LKW in Prag ausgeräumt und wieder eingeräumt wurde und ob es nicht sein kann das mein Schlafsack dabei seinen Weg ins Hostel gefunden hat und nicht wieder eingeräumt wurde. Da hieß es: "alles was ausgeräumt wurde, wurde wieder eingeräumt"… ja, alles außer ein Schlafsack…der war im Kofferraum, dem Raum für Koffer.


Tag 6, Radebeul nach Krausnick

Kein Brechreiz mehr, aber auch nicht wirklich super Wohlbefinden...
Vorbei an der schönen Moritzburg weiter auf flacher Strecke. Schöne Landschaft, gefolgt von der gruseligen Fläche des Lausitzer Braunkohleabbaus, kilometerlang monotones Sperrgebiet. Nach der Pause ging es durch den Spreewald. Leider nur an der Ecke, ich hätte davon sehr gerne mehr gesehen denn hier war es echt sehr schön. Die Sonne war nun auch wieder voll bei uns und die Stimmung wie immer super lustig. Auf Camp-Platz vom Tropical Islands wartetet Tipis auf uns.
Ich fange allerdings schon an mich nicht mehr von den Menschen hier am Camper trennen zu wollen, und blieb einfach genau DA sitzen, um stundenlangen reden und lachen um dann mega happy in mein kleines blaues Wurfzelt zu klettern, mit dem besten Menschen um mich rum… Was braucht man mehr? ✌







Kommentare

  1. Mein Ständer wurde erwähnt. Ich find's geil. ;-)

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  3. Mein Ständer wurde explizit als Retter in der Nacht erwähnt. Also ich find's geil. ;-)

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