Tag 8: Alles hat ein Ende nur die GBI hat KEINS...

Das ist mein GBI-Europe-Ich-Habs-Geschafft-Gesicht! Ich bin so froh über die letzte Woche, den Erfolg, die Summe von über 500.000€ an Spenden und die tollen Menschen die ich gefunden habe.


Sag mal, bist Du nicht die, die…?

JA. ICH war die, die…
… den Schlafsack nicht mehr hatte
… gekotzt hat
… die Brille nur auf hat weil sie gebrochen hat
… den Wagenheber suchte für den neuen Schlauch
… nen Brustwirbel ausgerenkt hatte
… nen Brustwirnel eingerenkt bekam
… umgekippt ist
… ein altmodischen Kopfkissen hat, ganz ohne aufblasen
… den besten Carsten-Kumpel immer an ihrer Seite hatte
… nen Platten hatte
… keine Witze erzählen kann
… flucht wie ein Kerl
… jetzt für ein paar Wochen ne "Rennrad-Hand" ihr eigen nennt
… einmal das Handtuch nicht mithatte und sich föhnte
… mit Reifen fährt die eigentlich für Zuhause sind
… sich noch einen Helm aufsetzen wollte, obwohl schon einer auf dem Kopf war
… jetzt weiss das die Spreewaldgurken keine 20cm lang sind
… am letzten Tag die coolste Rad-Blume verlor
… einen Tag lang nahezu persönlichen Motorrad Begleitservice hatte
…  nie gedacht hätte das sie in einer Woche über 600km Rad fahren kann
… (hier ist noch Platz für Nachträge von Euch, gerne per Kommentar)


Fazit:
Es ist beeindruckend wie harmonisch so viele Menschen mit verschiedenen Nationalitäten, Religionen, sportlichem und persönlichem Background miteinander umgehen. Einander helfen Schlaflager aufbauen, Koffer tragen, zusammen Essen, lachen, voneinander lernen, mitfühlen, sich gegenseitig aufbauen und motivieren.

Teamwork bedeutet für mich nicht, als Schnellster an der Spitze zu warten bis die Schwächeren eintreffen, sondern gemeinsam am Ziel anzukommen und dies mit Freude zu tun. Das Gefühl nicht genug zu sein, nicht SCHNELL genug zu sein, nicht GUT genug zu sein, dieses Gefühl hat auf einer Radtour bei der es nicht einmal um Schnelligkeit - sondern um Menschlichkeit geht, genauso wenig was zu suchen wie im richtigen Leben!

Ich bin so dankbar über einige Menschen. Menschen die einfach so ihr Essen teilten, weil das Essen am Camp mal wieder nicht für die Langsameren gereicht hat. Menschen die einem einfach einen Stuhl unter den Hintern geschoben haben und ein kaltes Bier in die Hand drückten (die richtige Form hatte mein Hand ja bereits). Wie lieb man aufgenommen wird, wenn man vielleicht gerade etwas verloren und einsam war. Ich danke Euch dafür. Ihr, Eure Herzlichkeit, die tollen Gespräche und Eure Offenheit habt meine Woche zu einer ganz besonderen Woche gemacht.

Freitag Abend am Camper, fragte mich jemand:
"Und, nächstes Jahr fährst Du aber wieder bei uns mit, oder?"
Und ich sagte: "Auf keinen Fall tu ich mir das noch mal an."

Jetzt sitzt ich hier, und denke. London? War ich noch nie.
Viel wichtiger:  Wie sonst sehe ich all "meine" Leute vom Camper wieder, wenn nicht in London?




Kommentare

  1. Himmel, es ist gerade mal kurz nach 8 und ich sitze lachend und heulend vorm Rechner. Supertolle Berichte! <3 Wir sehen uns spätestens in London wieder, ich freue mich auf dich! :*

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  2. ein schöner Text, der alles beschreibt
    immer positiv denken..
    Denke daran: nach der GBI ist vor der GBI
    wir sehen uns bei der 10. GBI 2017
    Gruss Hartmut

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